Eigentlich weißt du ganz genau, was dir gut tun würde.
Zum Beispiel früher ins Bett gehen, ausgewogene Ernährung, aber auch körperliche Bewegung. Dein Kopf weiß das alles, da er schon genug dazu gelesen hat, Podcasts gehört und genug „Tipps“ gespeichert hat.
Du weißt eigentlich alles, was dir helfen könnte, um ein besseres Leben zu haben. Und trotzdem passiert es immer wieder.
Der Moment, wenn dein Kopf voll ist und dein Körper ausgelaugt nach einem langen Arbeitstag ist. Heute hast du viele Entscheidungen getroffen und Verantwortung getragen. Du hast als Person im Berufsleben funktioniert.
Aber was, wenn du abends nur als Belohnung zu der eigentlich abgeschworenen Schokolade greifst. Wie fühlst du dich dann? Enttäuscht von dir selbst oder vielleicht auch disziplinlos. Keine Sorge, du bist nicht allein, wir alle kennen das Gefühl von „wieder einmal nicht geschafft, stark zu bleiben“.
Du nennst es vielleicht fehlende Kontrolle, fehlende Konsequenz oder auch fehlende Disziplin. Doch in Wahrheit fühlt es sich anders an. Nicht nach Schwäche, sondern eher nach Erschöpfung. Du willst alles im Griff haben, aber wünscht dir auch einfach mal loszulassen, ohne dich schlecht zu fühlen. Und irgendwo dazwischen stehst du, stark nach außen, aber zerrissen nach innen. Nicht, weil mit dir etwas nicht stimmt, sondern weil du zu lange versucht hast, alles gleichzeitig zu tragen.
Dieses Gefühl kennen viele Frauen. Besonders die, die nach außen alles im Griff haben. Erfolgreich im Job, organisiert und leistungsbereit. Frauen, die funktionieren. Und genau deshalb trifft sie dieser Gedanke so hart. Denn wenn selbst Disziplin nicht mehr funktioniert, was stimmt dann nicht mit mir?